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KUKUCK - FASSADENGEMÄLDE BERLIN, 1981
Unter den Wandgestaltungsprojekten,
die ich seit 1981 durchgführt habe, ist die Gestaltung der
KUKUCK-Fassaden im Jahr 1981, als besondere Arbeit und Schlüsselerlebnis
hervorzuheben. Hier war ich anfangs noch ' AZUBI', ein Team zur
Entwurfs-Gestaltung hatte sich im Frühjahr 1981, nach der
Besetzung der halbleer stehenden Fabrik in der Anhalterstraße
im Kreis der KUKUCKS bereits zusammengefunden. Erst im Lauf der
Arbeit an den 3 Großflächen wuchsen meine gestalterischen
Anteile.
Mit Hilfe
eines vom KBW geliehenen Gerüsts und Farbspenden durch die
damalige Alternative Liste konnte die über zwei Giebelwände
reichende Arbeit, die sich über etwa 2 Monate im Sommer '81
erstreckte, in Angriff genommen werden. Das Bild wurde - nach
Abschluß der symbolträchtigen 1. Fassade, deren Entwurf
auf einen Wettbewerb zurückging - auf der 2. Fläche
des E- förmigen Gebäudes fortgesetzt, und hier konnte
ich nun schon selbst stärker in den Gestaltungsprozeß
eingreifen, nachdem ich mich im Kreis der Ausführenden (Christoph
Böhm, Marilyn Green, und weiterer Gastmaler, sowie der Entwurfscrew
mit Thomas 'Suhrkamp' Meyer, Ute Bönnen und anderen) bewährt
hatte.
Das Fertige
Wandbild wurde schnell zum oft fotografierten und medienpräsenten
'Symbol der 80er-Hausbesetzer', und der Kampf um den Erhalt des
KUKUCK als Kulturzentrum, die Bemühungen um Legalisierung
des Hauses mit IBA und BBK-Berlin, gingen immer auch mit der ausdrucksstarken
Sichtpräsenz des Hauses (das deshalb oft im Sperrfreuer der
nahen Springerpresse lag) einher. Eine Posteredition der Hauptmotive
konnte sich weit über 10 000 mal verkaufen.
Bis 1984
konnte das Kulturzentrum betrieben und besetzt werden - dann wurde
auch der KUKUCK ein Opfer der 'Berliner Linie', dem Räumungsprogramm
des damaligen CDU-Senats. Noch ein halbes Jahr lang kämpfte
man Hand in Hand mit Berliner Denkmalschützern, den Unterstützern
TAZ, Joseph Beuys und BBK, die weit über 10000 Unterschriften
gesammelt hatten, um die Erhaltung des Wandbilds. Schließlich
wurde es aber durch die neue Eigentümergruppe, die sich aus
den Reihen des CDU-Senats formiert hatte, zerstört.
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